Hotel an der Gruga, Hotel Maximilians, Konzert, Musik, Outdoor
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Strahlende, magische und erlebnisreiche Extraschicht mit Besucherrekord

Das Revier ist in Bewegung an diesem strahlenden Abend, in dieser Nacht, die einfach weiterleuchtet

Die Stahlhalle der DASA ist gut gefüllt, das Publikum verfolgt die Sandmalerei auf der Großleinwand

200 000 Besucher hatten die Veranstalter erwartet, aber es sind sogar 300 000 Menschen in dieser lauen Sommernacht unterwegs zwischen den 50 Spielorten der Extraschicht: von der Lasershow im Gelsenkirchener Nordsternpark zum Feuerwerk im Duisburger Innenhafen, vom Bergmannstag auf Zollverein mit seinen Knappen, Spielmannszügen und Chören bis zum Zukunftsstandort Ewald in Herten wo DJ Moguai mit dem Landesjugendchor NRW das Steigerlied neu interpretiert. In diesem Jahr schließt die letzte aktive Zeche, und dies ist der Abend, an dem das Ruhrgebiet sich feierlich und staunend vom Bergbau verabschiedet.

Die DASA ist unsere erste Location mit der Sandmalerei-Show und dem Revier-Comedian Fritz Eckenga

Sich für Spielorte und Programmpunkte zu entscheiden, fällt mir jedes Jahr sehr schwer… diesmal bin ich in Dortmund unterwegs. Wir fahren mit dem Auto zur DASA, parken dort und ab da bewegen wir uns mit den Extraschicht-Shuttles.

Die DASA lohnt sich, aber man benötigt sicher mal mindestens einen ganzen Tag…

Eine Hommage ans Ruhrgebiet mit einer Extraportion Erlebnis 

Nicht nur die DASA Sonderausstellung „Experiment“ steht im Mittelpunkt der rauschenden Nacht. Da ich früher schon mal in der preisgekrönten Erlebnisausstellung der DASA zur Beziehung zwischen Mensch, Arbeit und Technik war, konzentriere ich mich heute auf Programmpunkte, die es nur zur Extraschicht dort gibt.

Das Schlussbild der Sandmalerei-Show auf der bearbeiteten hinterleuchteten Sandkiste

Poetische Bilder zur Geschichte des Ruhrgebiets liefert – musikalisch begleitet – die aus dem TV bekannte Sandmalerei-Show in der Stahlhalle. In der Live-Performance werden flüchtige Motive auf eine beleuchteten Glasplatte gebracht und in Echtzeit auf eine Großleinwand projiziert. Ich bin total fasziniert, wie aus gezieltem Sandgeriesel und -gewische auf den Punkt getroffene Motive wie Pottkulissen, Zechen, Trinkhallen, Steiger, Stadien usw. entstehen, verändert werden und wieder neue bilden. WOW!

Fritz Eckenga konferiert zu Loddars Bewerbung, den Schmachtzeichen und repetiert seine Ode an die Schöne

Fritz Eckenga habe ich live noch nie erlebt, höre ihn immer wieder im Radio und hab‘ Lust auf’ne Dosis Ruhrpott-Comedy. Er gastiert mit einem extra guten Best-of in der DASA, nimmt auch aktuelle Themen wie die für Deutschland verrissene Fussball-WM deftig aufs Korn und ich amüsiere mich prächtig.

Es ist ein bisschen wie Kulissenschieberei auf Zeche Zollern – so schön ist die Anlage des alten „Schloss der Arbeit“

Zeche Zollern, das Schloss der Arbeit

Das nächste Ziel, die Zeche Zollern, erreichen wir per Shuttle. Der Bus ist extrem voll. Das wird uns durch die ganze Nacht begleiten. Zwischendurch haben wir an’n Taxi gedacht, um dem Gedränge aus dem Wege zu gehen… Der entspannte Start bei der DASA rückt schnell in den Hintergrund.

Highland Games zum Mitmachen – die Dragon Fighters machen die Kraftakte vor

Rundum’s Schloss der Arbeit – der Name der Zeche Zollern rührt von der schlossartigen Anlage her, heute Museum für Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus – bietet Zollern den Extraschicht Besuchern eine Irisch-Schottische Nacht mit Dudelsackband und Highland-Games. Auch die Briten und Iren haben das Ruhrgebiet geprägt. Ein Ire gründete die Zechen Hibernia, Shamrock und Erin. Die britische Rheinarmee strukturierte und überwachte Teile der Kohlenförderung nach dem Krieg.

Darbietung der 1st Sauerland Pipes and Drums

Hunger und Durst zu stillen fällt bei dem Andrang heute deutlich schwerer als bei meinen anderen Extraschichten. Lange Schlangen und ausverkaufte Speisen sind an der Tagesordnung. Da helfen schon mal gebrannte Mandeln über ein Hungerloch hinweg. Mit so vielen Besuchern haben die Veranstalter nicht gerechnet und werden regelrecht überrannt…

Den Förderturm erklommen, sehen wir von oben auf das gesamte Gelände der Zeche Zollern und genießen den Ausblick weit darüberhinaus

Der Dreiklang von Kohle, Koks und Kunst: Kokerei Hansa

Ein Bus ist ausgefallen und wir kommen leider später als gedacht bei der Kokerei Hansa an. Flexibel muss man bei der Extraschicht sein, daher geht’s schnell vorbei an imposanten Maschinen, riesigen Türmen, beeindruckenden Koksöfen, meterdicken Rohren und üppigem Grün direkt zur Koksofenbatterie.

Wir lassen uns in der Menschenmenge treiben und geniessen die zauberhafte Lichtstimmung des Industriedenkmals

Als begehbare Großskulptur vereint die Kokerei Hansa Architektur, Natur und Technik auf faszinierende Weise. Bis 1992 wurden hier noch täglich tausende Tonnen Koks produziert. Heute bietet Hansa interessante Einblicke in die Geschichte der Montanindustrie, in die Welt von Kohle und Koks.

Zauberhafte Wesen sorgen für schöne Unterhaltung und Abwechslung auf unserem Weg zur Koksofenbatterie

Die verwunschene Welt aus Theater, Tanz und Musik verpassen wir, ebenso schaffen wir den Erlebnisparcours nicht. Wir lassen uns von der Masse und der Vorfreude auf die Feuershow über das Gelände des Industriedenkmals leiten. Die Lenkdrachen sehen wir über der Koksofenbatterie und der Bimmelbahn müssen wir Platz machen. Sie bahnt sich mühsam ihren Weg durch die Menge.

Die Feuerkünstlerin eSteffania tobt sich auf der Batterie Null aus

Nach der unterhaltsamen Feuershow mit dem Feuergeist eSteffania auf der Batterie Null kommt das Finale: Der Nachthimmel über Hansa glüht!

Um 23. 30 Uhr das spektakuläre Pyro-Finale: Kokereiglühen an der Koksofenbatterie

Nach dem Kokereiglühen ziehen wir nicht zur Shuttle-Haltestelle, da sie von sehr vielen Besuchern direkt angestrebt wird. Unser kleiner Mitternachtshunger treibt uns zum Street Food Markt auf dem Schwarzen Platz.

Gegen den Mitternachtshunger gibt’s einen köstlichen Brisket Burger mit 12h gegarter saftiger Rinderbrust, Krautsalat und BBQ Sauce

Mit ’nem leckeren Burger ziehen wir durch die Maschinenhalle – dort wird die Wackerbarth Foto-Ausstellung mit dem roten Sofa gezeigt – und danach treten wir erst den Rückweg an.

Die rote Couch unterwegs – eine Fotoausstellung von Horst Wackerbarth

Wie immer ist auch diese Extraschicht sehr lang, anstrengend und voll gestopft mit wunderbaren Eindrücken! Insgesamt ein spannendes, witziges, magisches POTTpourri – nächstes Jahr unbedingt wieder!

Meine Tour heute in Dortmund:
1. DASA
2. Zeche Zollern
3. Kokerei Hansa

mit Getränken und Imbissen:
Weißwein 4,- Euro
Wasser 2,- Euro
Kartoffelsuppe 4,- Euro
Mandeln 5,50 Euro
Burger 7,- Euro

Extraschicht
www.extraschicht.de 
Info- und Tickethotline: 01806-181650
Termin: letzter Samstag im Juni von 18-2 Uhr im Ruhrgebiet
Ticket im VVK 17,- / Tageskasse 20,- ermäßigt 14,-, 4-Personen-Ticket 58,- Euro, Kinder bis 6 Jahre frei

DASA Arbeitswelt Ausstellung
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
www.dasa-dortmund.de
www.sand-malerei-show.de

Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
www.lwl-industriemuseum.de

Kokerei Hansa
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Fon 0231-93112233
www.ruhrgebiet-industriekultur.de

Meine Extraschicht 2017 Raum Bochum2016 Raum Duisburg2015 Raum Essen / Bottrop

Meine Extraschicht war am Samstag, 30. Juni 2018

Anke Koch

Anke Koch

Seit Februar 2015 blogge ich für die wbw-Hotels und entdecke ständig neue Seiten des Ruhrpotts - oder alte Seiten neu!

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