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Ein Mädelswochenende im Ruhrgebiet – oder Jackie, ich und die zwei Schalker

In diesem Gastbeitrag verrät Janett Schindler vom Blog „Teilzeitreisender“, wie ein schickes Mädelswochenende im Pott aussieht

Mit dem Zug komme ich kurz vor sechs Uhr abends an der Florastraße an. Links am Edeka vorbei, die Straße entlang und irgendwann rechts ab. Auch ohne Navi finde ich den Weg, wenngleich ich mir im ersten Moment nicht vorstellen kann, wo sich hier zwischen Wohnhäusern und Geschäften ein Hotel befinden kann. Ich bin im Trendviertel Rüttenscheid und heute gemeinsam mit einer Freundin zu Gast im Maximilians.
Ich bin müde – es war ein anstrengender Arbeitstag, der hinter mir liegt. Es ist ziemlich warm, auch vor Essen macht der Spätsommer keinen Halt. „Wann kommst du endlich?“ steht in der Whats App, die mein Handy erreicht. Da stehe ich gerade vor dem Eingang des Hotels.

Der Eingang des Hotel Maximilians in Essen-Rüttenscheid

Die Rezeption weiß schon Bescheid – ich fülle schnell einen Meldeschein aus und werde in die Besonderheiten des Hotels eingewiesen.

Grubi – das Maskottchen des 30 Zimmer führenden Hotels

Ich entdecke Grubi – das Maskottchen des 30 Zimmer führenden Hotels. Und fliegende Fische. Der Fahrstuhl ist recht klein, aber durch eine coole Wand wirklich stylisch. In den vierten Stock geht es hinauf – dann rechts den Gang hinunter bis zur letzten Tür. Ich klopfe. „Room Service“. „Du kannst einfach eintreten“ tönt es aus dem Zimmer. Anlässlich ihres Geburtstages habe ich Jackie Zeit mit mir geschenkt.

Urschalker – viel cooler als dieses klassische Blümchen- oder Landschaftsbild

Entspannt sitzt sie schon auf dem Bett, während ich aus allen Poren meines Körpers schwitze. Es ist angenehm kühl dafür, dass wir uns im Dachgeschoss befinden. Ich schmeiß mich auch auf das gemütliche Bett und schau auf zwei untersetzte Männer in Fußballhosen. Okay – das ist mal was anderes, denke ich mir. Am nächsten Tag erfahre ich, dass es sich auf dem Bild um zwei Urschalker handelt. In allen Zimmern des Maximilians sind Fotos aus dem Pott angebracht – ich find es super und viel cooler als dieses klassische Blümchen- oder Landschaftsbild.

„Mädels Abend“ in der Grugaparktherme

Viel Zeit zum Ausruhen habe ich nicht. Vor mir steht eine riesige Sporttasche mit Wasser, Bademantel, Schläppchen und Handtüchern. Wir haben an diesem Montagabend noch etwas vor. „Mädels Abend“ in der Grugaparktherme.
Das Hotel Maximilians bietet ein Wellness-Arrangement an, welches wir in vollen Zügen genießen wollen. Wobei wir uns für das Schleppen der Taschen an diesem warmen Tag schon ein paar starke junge Männer gewünscht hätten. Aber wie sagt man: Das Leben ist kein Ponyhof – und nach der Arbeit kommt das Vergnügen.
Und so landen wir nach 15 Minuten Fußweg erst am Grugapark und anschließend an der dazu passenden Therme. Eine Gruppe schwitzt gerade fleißig bei einer Aerobic Stunde – von der wir uns schnell entfernen – schließlich wollen wir uns heute entspannen. Montags ist „Damentag“ – ein ideales Ziel also für zwei Freundinnen – um über das andere Geschlecht zu tratschen und ohne neugierige Männeraugen einfach mal unbekleidet durch den Pool zu schwimmen.
Was soll ich sagen – unsere 3 ½ Stunden Therme, Sauna, Relax Liegen – Auszeit war genau das richtige für diesen Abend. Entspannt bis in die Haarzipfel – erholt ohne Ende sind wir die letzten, die an diesem Tag kurz vor 22 Uhr noch im Pool verbringen. Langsam meldet sich der Hunger. Doch wo bekommt man um 22 Uhr noch etwas zu essen?

Ein wirklich guter Burger von „Hans im Glück“

Die Taschen wirken etwas leichter als auf dem Hinweg. Ob das an der Erholung liegt? Wir jedenfalls befragen unsere Mobiltelefone, die ebenso wie Kamera in der Therme im Gepäck bleiben müssen. „Hans im Glück“ ist eine etwas bessere Burgerkette – die noch bis Mitternacht geöffnet hat. Dass die auch ganz leckere Cocktails haben, wusste ich nicht – und so vergehen weitere entspannte Stunden mit einem wirklich guten Burger und dem einen oder anderen alkoholischen Getränk bevor wir uns wieder ins Hotel zurückbegeben.

Entspannte Stunden mit leckeren Cocktails

An der Rezeption wird uns eine Gute Nacht gewünscht – die wir alsbald auch haben. Satt, erholt und müde dauert es nicht lange bis wir im Tal der Träume landen und dort die nächsten Stunden verweilen.

Blick aus dem Hotelzimmer auf das erwachende Essen

Morgens werde ich von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Die Luft ist etwas stickig, also entschließe ich mich, das Fenster zu öffnen. Ich entdecke das erwachende Essen in einer ganz besonderen Stimmung. Ein Vogel fliegt über die Straße, die um halb sieben noch ausgestorben wirkt. Eine leichte Röte kündigt den Tag an und ich atme einfach tief durch. Kann das Leben doch schön sein!
Die zwei Schalker schauen mich etwas vorwurfsvoll an, als ich wieder zurück ins gemütliche Bett zurück schlurfe. Noch gut zwei Stunden finde ich einen guten Schlaf bis der Hunger mich zum Frühstück hinunter treibt.

Frühstück im Garten des Hotel Maximilians

„Können wir auch draußen frühstücken?“ ist meine erste Frage. Draußen ist eine kleine Wasserstelle und urige Bänke, auf denen Pflanzen stehen. Die Luft ist mild und noch sind nicht alle Gäste da. Ein Kaffee, ein Orangensaft – ein leckeres Frühstück: Ich bau mir ein kleines Sammelsurium an Leckereien auf, die ich an diesem Morgen probieren will. Auch heute gehen wir alles relaxt an. Wir lassen uns treiben – wie man so schön sagt.

Unsere Bootstour auf der Ruhr

Unsere Taschen sind gepackt und obwohl wir gerne noch auf der Rü shoppen gehen würden, ruft die Ruhr nach uns. Eine kleine Tour von Essen Kettwig nach Mülheim Wasserbahnhof steht auf dem Programm. Wir verschätzen uns leider ein wenig mit der Zeit die wir noch haben – die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist jedenfalls nicht ohne. Und doch entdecken wir im Halbsprint einige tolle Ecken und vor allem Essen Kettwig habe ich mir für meinen nächsten Besuch in Essen vorgemerkt. Wunderschöne urige Häuser, kleine Cafés, die Ruhr – da muss ich definitiv noch mal hin.

Die Highlights während der Bootstour werden festgehalten

Auch die Bootstour wird für uns an diesem Supersonnentag ein echtes Highlight. Ich hole uns zwei Eis und wir genießen die Fahrt unter der Ruhrtalbrücke, vorbei an Stand Up Paddlern und Kajakbooten. Viel zu schnell ist die Reise nach gut einer Stunde schon wieder vorbei, hier könnte ich noch stundenlang die Zeit verplempern.

Von Mülheim aus fahren wir nach Bochum. Wirklich gut zum Shoppen eignet sich die Innenstadt leider nicht – wir jedoch verbringen vergnügsame Stunden mit an- und ausprobieren von Kleidungsstücken jeglicher Größe. Sowas kann man auch nur mit Mädels machen!
Gerne wären wir noch ins Planetarium gefahren – doch mein Zug in Richtung Rheinland wartet an diesem Abend nicht.

Unser Resümee? Nehmt euch für eine Mädels Auszeit nur nicht zu viel vor. Das Wellness-Arrangement lohnt sich (vor allem am Montag) für solch einen Tag.

Janett von Teilzeitreisender.de und Jackie haben sich Ende August 2017 eine kleine Auszeit gegönnt

Anke Koch

Anke Koch

Seit Februar 2015 blogge ich für die wbw-Hotels und entdecke ständig neue Seiten des Ruhrpotts - oder alte Seiten neu!

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