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Zwei „City-Trees“ reinigen die Luft rund um den Hauptbahnhof wie 550 Bäume – ein Projekt zur „Grünen Hauptstadt“

Entfernung: Hotel An der Gruga ca. 8 Auto-Min.; 2,9 km. Hotel Maximilians ca. 11 Auto-Min.; 4,9 km. 

Es grünt so grün am Hauptbahnhof: Zwei große Wände aus Moos sollen dort die Luft verbessern. Sie können laut der Deutschen Bahn, die mit dem Projekt Essen als „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ unterstützt, den Feinstaub in der Luft so filtern, wie 550 Bäume

Direkt am Hauptbahnhof steht ein City-Tree

Das musste ich mir mal aus der Nähe anschauen. Denn die Zahlen sind schwer beeindruckend: 550 Bäume sollen die beiden City-Trees ersetzen können. Auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof findet man sofort den ersten sattgrünen City-Tree. Er sieht aus wie ein Kunstwerk. Aber alltagstauglich, denn die integrierten Bänke sind begehrte Sitzplätze hier am Hauptbahnhof.

Man kommt ins Gespräch, wenn man einen der begehrten Sitzplätze ergattert hat

Mooswände sollen Luft um Essener Hauptbahnhof verbessern

Die fast vier Meter hohen so genannten „City-Trees“ stehen bis Ende des Jahres auf dem Vorplatz und im Hauptbahnhof, in der grünen Wand draußen sind zusätzlich Bänke eingebaut.

Wie ein Kunstwerk schaut der City-Tree aus

Messungen sollen zeigen, wie gut die Wände Luft filtern

Der Deutsche Wetterdienst testet für drei Monate eine Wetterstation am Hauptbahnhof.  Die Wetterstation soll Klimadaten aus dem Essener Zentrum liefern.

Seitlich ist ein Monitor integriert

Die Firma „Green City Solutions“ entwickelte die 25.000 Euro teuren Wände, die ab Ende April in elf Ländern stehen sollen. Die besonderen Moose in den City-Trees nehmen Feinstaub und CO extrem gut auf und verwandeln sie in saubere Luft. So könne man sogar spüren, wie die Wände die Luft kühlen. Messungen sollen später zeigen, wie gut sie filtern. Ein Wassertank unter dem Moos hält es frisch. Der Vorteil an den Mooswänden sei, dass am Hauptbahnhof keine Bäume gepflanzt werden können.

Das Moos verbirgt sich hinter den Deckpflanzen

„City Tree“: vier Meter hoch, 14 Quadratmeter Fläche und 1682 kleine Pflanztöpfe

Die vier Meter hohen „City Trees“ haben mehr als 14 Quadratmeter Fläche, die aus 1682 kleinen Töpfen mit jeweils einer Deckpflanze und Moos darunter besteht. Die Mooskulturen und die Deckpflanzen teilen sich die Arbeit beim Luftfiltern. Das Moos ist elektrostatisch aufgeladen und zieht deshalb Feinstaub-Partikel an. Diese haften auf der Oberfläche und werden Stück für Stück von den Moosen aufgenommen.

Der City-Tree am Hauptbahnhof Richtung Essener City fotografiert

Die Moose sollen 70 Kilogramm Feinstaub im Jahr filtern

So könne man den Feinstaub als Dünger fürs Moos betrachten, da es diesen als Lebensgrundlage benutzt. Die Moose sollen jährlich etwa 70 Kilogramm Feinstaub aus der Luft filtern – eben so viel wie 275 Bäume. Die Spezial-Moose seien an die klimatischen Verhältnisse der Stadt angepasst, könnten auch bei viel Sonneneinstrahlung überleben.

„City-Trees“ sollen die Luft filtern und die Feinstaubbelastung reduzieren

Die Deckpflanzen über dem Moos schützen dieses, darüber hinaus filtern sie die Stoffe Kohlendioxid und Stickstoffdioxid aus der Luft. So sollen die Deckpflanzen die Schadstoffe aufnehmen, in ihre Bestandteile zerlegen und durch normale Photosynthese als Sauerstoff wieder in die Luft abgeben können, wodurch rund 150 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr gebunden werden sollen – so die Green City-Rechnung.

Beachtlich, wenn die Rechnung tatsächlich aufgeht!

Die City-Trees sind ein DB Projekt zur Unterstützung der „Grünen Hauptstadt“

Mein Besuch war am 20. April 2017

Texte weitgehend übernommen aus WAZ 4.4.2017 und 10.4.2017 Josefine Upel

Anke Koch

Anke Koch

Seit Februar 2015 blogge ich für die wbw-Hotels und entdecke ständig neue Seiten des Ruhrpotts - oder alte Seiten neu!

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